Kategorie Archive: Wirtschaft

Deutsche so reich wie nie – Italiener aber reicher

So oder ähnlich konnte man vor einigen Tagen in verschiedenen Tageszeitungen lesen (z. B. SZ oder Sächsische Zeitung). Dabei ging es nicht um das Gesamtvermögen (also inklusive Immobilien, etc.), sondern um das Geldvermögen. Da liegt der deutsche Bürger unter den Industriestaaten weltweit abgeschlagen auf Platz 17, mit durchschnittlich 41.950 Euro, der Italiener 3 Plätze davor, mit 45.770 Euro, und die Schweiz  auf Platz 1 mit 141.895 Euro, gefolgt von den USA mit 100.710 Euro. Wohlweislich – Geldvermögen ohne Immobilien, etc. !

Was sagt das dem braven LINKE-, SPD- und GRÜN-Wähler? Genau: Steuern erhöhen! Denn wenn man das Gesamtvermögen im Euroraum betrachtet, dann stellt man sogar fest, dass die Deutschen diesbezüglich sogar auf dem letzten Platz liegen (dazu FAZ mit Grafik vom 9. April 2013). Also liebe Europafreunde und Euroretter, da müssen wir steuermäßig schon hinlangen, bei den „reichen“ Deutschen, – obwohl woanders offensichtlich mehr Geld zu holen wäre! Aber wie sagt doch schon die Bibel: „Geben ist seeliger als nehmen“. Und wir Germanen sind doch bibelfest. Oder!

Lesen Sie dazu auch den Artikel:  „Steuereinnahmen sprudeln„.

30. September 2013

Steuereinnahmen sprudeln

konnte man in der FAZ vom 29. September 2013 lesen. Und zwar von 452 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf geschätzte 615 Milliarden Euro in 2013. Das wären 163 Milliarden € oder 35% Mehreinnahmen (!) in nur 8 Jahren.  

Frage: Wo blieb diese gewaltige Summe an Mehreinnahmen? Da war (im Inland) etwas mit Betreuungsgeld. Aber das sind peanuts im Verhältnis zu den 163 Milliarden. Aber es gab Banken und ganze Staaten, die gerettet werden mussten… Und das wird so weitergehen! Wenn SPD und GRÜNE selbst bei dieser Unsumme an Steuermehreinnahmen zusätzlich Steuererhöhungen fordern, dann sollte man allmählich aufwachen und sich fragen, warum und wozu noch mehr Geld gebraucht wird – und wohin es fließen wird! 

Übrigens: Der selben Quelle (Finanzministerium, Steuerschätzung vom Mai 2013) war zu entnehmen, dass das geschätzte Steueraufkommen (ohne Steuererhöhung!) bis 2017 auf 705 Milliarden Euro ansteigen wird. Das sollte noch mehr zum Grübeln anregen!

Ach so – und wenn die Wirtschaft in Deutschland doch nicht mehr so brummt wie dieses Jahr? …

30. September 2013

Deutsche Sparer und Rentner verlieren Milliarden

Staaten profitieren – Sparer verlieren. Die Geldpolitik soll den Regierungen helfen, ihre Haushalte zu sanieren. Anlegern entgehen Milliarden, weil sich ihr Geld schlechter verzinst, als die Preise steigen“, so schrieb die SZ am 6. August 2013. So konnte man lesen, dass die Preise jährlich um 1,5% steigen, der Sparer aber nur 1% an laschen Zinsen erhält. Bei einem Anlagebetrag von 10.000 € macht das einen Verlust im ersten Jahr von 100 €, nach drei Jahren sind es bereits 294 €, nach fünf Jahren 485 € und nach 10 Jahren 947 €. Die Postbank hat alles hochgerechnet und kommt auf eine Summe von 14 Milliarden €, die deutsche Sparer in diesem Jahr verlieren. 2014 wären es dann schon 21 Milliarden €. Die Commerzbank kommt in einer ähnlichen Rechnung für das Jahr 2012  auf eine Summe von 9,3 Milliarden €, die Sparer aufgrund der niedrigen Zinsen verlieren. Bis 2016 könnten es satte 100 Milliarden € sein. 

Diese Geldentwertung schlägt sich natürlich auch in allen Produkten der Altersvorsorge nieder! Zahlen für die Politik der EZB und die Euro-Rettung tun also nachdrücklich die Sparer und nicht die Banken! Aber laut Aussage von Frau Merkel, den Herren Steinbrück und Trittin gibt es dazu ja keine Alternative. Wer sich allerdings in der neueren Parteienlandschaft umsieht, wird schon fündig. Am 22. September ist schließlich Zahltag! Aber wenn der Michel und die Michaela schlafen am 22. September, dann geht´s schnurstracks in die Transferunion. Dann gibt´s die nächsten 4 Jahre auch nix mehr zu meckern!

Klicken Sie dazu auf die Links vom TAGESSPIEGEL und von Deutsche Wirtschafts Nachrichten.

9. August 2013

Euro-Dilemma ohne Ende

Mit klaren Worten kommentiert die Wirtschaftszeitung HANDELSBLATT die endlose Rettungspolitik in der Euro-Krise:

„Was sich `Euro-Zone´ nennt, ist in Wahrheit immer noch ein instabiler Verbund, den schon kleinere Krisen … erschüttern können. Es ist eben auf Dauer ökonomisch undenkbar, einen gemeinsamen Binnenmarkt und eine gemeinsame Währung ohne eine gemeinsame Politik, ja Regierung zu haben. Dem Haus fehlt das Dach. Und alle wundern sich, dass es ab und an hineinregnet.“

Lesen Sie dazu im HANDELSBLATT vom 4. 6. 13, wie sich Politiker und Finanzexperten bei einer Podiumsdiskussion in Berlin zur Situation äusserten. Klarheit gibt es nur von wenigen. Man muss schon selbst mitdenken und sich sein eigenes Bild machen – und nicht nur warten, bis das Haus völlig unter Wasser ist! Von den Einheitsbrei-Rettungsparteien darf man nicht mehr viel Neues erwarten, genauso wenig wie von politisch abhängigen Ökonomen und ihren Instituten.

Ergänzung per 23. 7. 2013: Lesen Sie dazu in der SZ „Euro-Länder verschuldet wie nie zuvor„. Und vergessen Sie bitte nicht, am 22. September dann die Partei zu wählen, die Sie schon immer gewählt haben, weil die ja weiß was richtig und falsch ist! Iss´ja alles ohne Alternative, sagt doch auch die Kanzlerin. Und der Schäuble auch. Der Trittin und der Steinbrück eigentlich auch. Nur der Lucke von der AfD glaubt das nicht.

12. Juni 2013

„Beliebter“ Euro und Euro-Kandidaten

Unter der Schlagzeile „Die Euro-Kandidaten“ kann man in der SZ vom 5. Juni 2013 lesen, dass die Beitrittsländer im Osten und in der Mitte verpflichtet sind, den Euro zu übernehmen, wenn sie dazu die Kriterien erfüllen. „Nur Großbritannien und Dänemark haben Ausnahmeklauseln, die ein Fernbleiben vom Euro erlauben“, heisst es. Sehr suggestiv und faktisch gelogen liest sich der Untertitel: „Lettland tritt zum 1. Januar der Währungsunion bei – andere folgen“.  Suggestiver geht’s kaum, denn so, darf man weiterlesen, sieht die Wahrheit aus (Zitate):

Litauen: „… ist  als einziger Beitrittskandidat Mitglied des europäischen Wechselkursmechanismus“… => Beitritt nicht zwangsläufig!

Polen: „Bei einem Referendum würden sich zwei Drittel der Polen dagegen aussprechen“.

Tschechien: „Einer Umfrage zufolge wollen 77 Prozent der Tschechen an der Krone festhalten…“

Ungarn: „… liegt die Euro-Einführung auf Eis…“ => Selbst bei denen!

Bulgarien: „Der Finanzminister bezeichnete die Einführung der Gemeinschaftswährung als zu riskant“. => Man darf staunen!

Schweden: „In einem Referendum 2003 sprachen sich die Einwohner mehrheitlich gegen den Beitritt aus“… => Schon damals!

An anderer Stelle, noch am 1. Juni 2013, lässt die Süddeutsche Zeitung dann, voll im Einklang mit ihrer politisch-ökonomischen Tendenz fünf Ökonomen für den Euro plädieren. Gegenmeinungen diesbezüglich, von anderen, möglicherweise schwergewichtigeren Ökonomen, findet man in dieser Zeitung selten. 

Anmerkung: Zum Glück gibt es das Internet – und man ist Meinungsmanipulationen der Medien nicht mehr so ganz ausgeliefert! Man darf mitdenken. Mehr allerdings nicht. Denn abstimmen „Für oder gegen den Euro“, das gibt es nur anderswo. Nämlich dort, wo Demokratie mit größeren Buchstaben geschrieben wird. Allerdings dürfen auch die Deutschen wählen. Jedoch nur für fertige Lösungen und für Parteien, die Jacke wie Hose sind. Es sei denn – man emanzipiert sich.

5. Juni 2013