Kategorie Archive: Wirtschaft

Strafzins für Sparer!

Dank der Zinspolitik der EZB sind wir inzwischen soweit, dass die ersten Banken die Sparer nicht mehr nur überhaupt keinen Zins mehr zahlen, sondern für Vermögen ab 500.000 Euro sogar einen Strafzins verlangen! Lesen Sie hierzu aus der FAZ vom 4. November 2014 “Harte Zeiten für ängstliche Sparer” – überlegen Sie dann aber genau, ob Sie sich auf die dort empfohlenen Anlagen in Aktien und Fonds einlassen wollen. Denken Sie dabei an die Schwankungen im Juli/August diesen Jahres…

Und noch eine Empfehlung: Falls Sie immer noch ein Fan des Euro und der EU sind, sollten Sie vielleicht für 10 Euro das Buch von Hans-Werner Sinn (Präsident Ifo-Institut und Professor an der LMU) und kaufen “Gefangen im Euro“. Liest sich wie ein Krimi – nur ist alles traurige Realität und mit Fakten hinterlegt! Lesen Sie dazu auch die Rezensionen… 

Frage: Wenn selbst die Banken schon kein Bargeld mehr wollen, sollte man sich ernsthaft fragen, was dieser Euro überhaupt noch für einen Wert hat. Ausser dem des gedruckten Papiers – von dem die EZB täglich mehr druckt. Irgendwie hatten wir das schon zwei Mal in der Geschichte Deutschlands im letzten Jahrhundert…

6. November 2014

Euro Krise: Freut euch nicht zu früh!

Griechenland borgt sich wieder Geld auf dem freien Markt, Irland und Portugal wollen den Rettungsschirm verlassen, in Italien und Spanien soll es auch bergauf gehen… Glaubt man den Verlautbarungen gewisser Politiker wie beispielsweise Herrn Schäuble & Co., sowie einiger besonders schlauer Journalisten, dann möchte man doch tatsächlich annehmen, die Euro-Krise sei vorbei und unser Geld wieder sicher.

Mitte März 2014 gab es im SZ-Magazin zur momentanen Ruhe in der Euro-Krise einen langen Artikel, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte! Immerhin stammt dieser von zwei renommierten Wirtschaftsjournalisten der SZ, Lorenz Wagner und Alexander Hagelüken. Lesen Sie bitte selbst “Freut euch nicht zu früh” und klicken Sie am Ende auf Seite 2 und dann auf Seite 3. Wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, die Krise ist vorbei – na denn. Kopf in den Sand und nix wie durch!

22. April 2014

Eurokrise und wie Italiens Banken leiden

Unter der Rubrik “Geld -Finanzen” kann man am 23. Januar 2013 in der SZ folgendes lesen (Quelle: Reuters):

“Die vollständige Erholung der italienischen Banken von der Euro-Schuldenkrise ist nach Einschätzung von Standard & Poor noch in weiter Ferne. Faule Kredite setzten den Instituten immer mehr zu und zwängen sie zu Rückstellungen. Bis zu 42 Milliarden Euro müssen die Geldhäuser bis Ende 2014 zur Seite legen, um geplatzte Darlehen aufzufangen. Bis Ende des Jahres dürfte sich das Volumen der Problemkredite auf bis zu 320 Milliarden Euro belaufen. Damit wären 18% aller Verbraucherkredite betroffen. (…).”

Die Ironie findet sich schon im ersten Satz mit dem Wort “vollständige”. Wie bitte? “Vollständige Erholung?”. Eine Spalte weiter unten liest man in der SZ über den geplanten europäischen Abwicklungsfonds (für Banken), dass die Banken diesbezüglich bis 2025 (!) gerade mal 55 Milliarden einzahlen sollen. Das wäre wenig mehr als ein Sechstel der derzeitigen Problemfälle bei italienischen Banken – von den anderen Banken in anderen Ländern ganz zu schweigen! Wie sich das BIP Italiens entwickelt hat, sehen Sie in dieser Statistik; und wie die Schulden bei dieser Stagnation, bzw. Rückentwicklung je zurück bezahlt werden sollen, das wissen zwar viele schlaue Ökonomen und sicherlich Herr Draghi von der EZB, aber ansonsten nicht einmal die Götter. 

Fazit: Es wird immer wieder suggeriert, dass die Euro-Krise vorbei ist. Selbst Griechenland sei aus dem Schlamassel raus, wird behauptet.  Mit Verlaub: Wer´s glaubt, wird nicht nur selig werden, sondern muss schon ziemlich im Seligkeitsbereich dümpeln. Und inzwischen sollen die Leute fleissig Aktien kaufen – wird empfohlen. Bis dann der nächste Crash kommt. Und der kommt bestimmt! Siehe Entwicklung DAX über 10 Jahre bei u. a. finanzen.de  (auf max. klicken) – von mehrmals unter 4000 auf derzeit > 9500 und irgendwann zurück… Dass die Banksters, die für die vergangenen Schlamassel verantwortlich waren, den nächsten Crash bestimmt schon planen, davon dürfen Sie ausgehen. Denn das wissen wiederum die Götter. Nur sagen die nicht genau wann der kommt. 

23. Januar 2014

Die Euro-Wette des George Soros

So schreibt die FAZ am 11.01.2014: “Der Mann spendet Milliarden. Er geht in den Berliner Ministerien ein und aus. Niemand macht sich so stark für eine europäische Schuldenunion wie der Spekulant aus New York. Was treibt ihn?”

Wenn Sie lesen wollen, wie die deutsche Politik von einem der größten Spekulanten der Welt beeinflusst wird, dann lesen Sie hier weiter. Und falls Sie eine der genannten Politiker am 22. September 2013 gewählt haben, dann freuen Sie sich über Ihre Entscheidung zugunsten von Leuten wie Mr. Soros. Es kann noch teuer werden!

13. Januar 2014

PIMCO-Chef erwartet Schuldenschnitt für Griechenland und Zypern

Die Bundestagswahl ist kaum 3 Wochen vorbei, und ganz allmählich schreiben auch Euro-freundliche Blätter wie die Süddeutsche Zeitung wieder Klartext über die Probleme der Gemeinschaftswährung. Hier in einem Interview mit PIMCO-Chef El-Erian, dem Chef des weltweit größten Anleihefonds. Leider gibt es im Netz nur eine gekürzte Zusammenfassung. Aber sehr deutlich ist, dass es ohne einen weiteren – und zwar erheblichen! – Schuldenschnitt für Griechenland und auch Zypern nicht gehen wird. Und dass es den Euro in 5 Jahren zwar noch geben wird, aber nicht mehr mit den Teilnehmern von heute. Und das das Ganze sehr viel Geld kosten wird; auch und namentlich den deutschen Steuerzahler. Aber der hat sich ja soeben entschieden, dass es so weiter gehen soll wie bisher. 

Dem entsprechend hat die OECD soeben festgestellt, dass die Deutschen im internationalen Vergleich auch “nur mittelmäßig gebildet sind”. Manche behaupten schon lange, dass dieser Volksstamm ein eher masochistisches Verhältnis zu sich selbst pflegt. 

Übrigens: Ist eine neue Regierung erst ein mal im Amt, werden eine ganze Menge von unbequemen Wahrheiten und Maßnahmen ausgepackt werden. Am besten mit einer sogenannten “Großen Koalition” (Quantität, nicht Qualität!). Wetten dass?

12. Oktober 2013