Kategorie Archive: Rente

Neuausgaben der Bücher von Herb Stumpf zum Thema Rente / Ruhestand

Das Buch von Herb Stumpf “Wenn das Wochenende 7 Tage hat” wurde zum Juli 2017 komplett überarbeitet und ist nun topp-aktuell bezüglich aller Daten, Fakten und Gesetzesänderungen. Seit Erstausgabe 2008, und nun in der vierten Überarbeitung, hat es sich quasi zum Standardwerk zur Vorbereitung auf den Ruhestand entwickelt. Es behandelt nicht nur alle formale Anforderungen, finanzielle Gegebenheiten, sondern namentlich die “weichen” Faktoren wie Veränderungen im sozialen Umfeld, den Verlust von Anerkennung und Inhalten, und zeigt dabei Wege, wie man sich völlig neu orientieren kann.

In dem Buch “Ausstieg mit Mitte 50” schildert der Autor namentlich seine eigenen Erfahrungen, wie es ihm persönlich dabei erging und wie er für sich selbst, aber auch andere betroffene Personen, wieder neue Herausforderungen und Inhalte fand. 

Überall im Buchhandel erhältlich (auch als e-book), u. a. hier bei Amazon.

 

2. August 2017

Flexi-Rente zum 1. Juli 2017: Möglichkeit von Ausgleichszahlungen bei Frührente oder nach Scheidung

Mit der Frührente (ab 63)  sind dauerhafte Rentenabschläge verbunden (0,3% pro Monat vorgezogener Rente =  3,6% pro Jahr). Auch nach einer Scheidung sind in der Regel erhebliche Rentenabschläge zu verbuchen. Um diese auszugleichen gibt es folgende Möglichkeit: 

  • Nur Abschläge wegen Frührente (also 0,3 % pro Monat) oder durch Versorgungsausgleich wegen Scheidung können ausgeglichen werden. Eine Einmalzahlung kann nicht dazu benutzt werden, um entweder fehlende Beitragszeiten auszugleichen oder um eine ungekürzte Rente pauschal zu erhöhen!
  • Die Einzahlungen können bereits ab Lebensalter 50 in Teilbeträgen erfolgen (interessant bei Scheidung). Die jährlichen Höchstbeiträge zur steuerlich begünstigten Altersvorsorge sollten Sie dabei beachten!
  • Der Ausgleich muss keineswegs unmittelbar nach der Scheidung und dem Versorgungsausgleich erfolgen, sondern kann auch noch kurz vor dem beabsichtigten Rentenbeginn erfolgen. Von den Abschlägen wegen Frührente kann eventuell nur ein Teilbetrag und nicht der gesamte Abschlag ausgeglichen werden. 
  • Ein Antrag zur Berechnung und Genehmigung bei der DRV ist erforderlich (eine „besondere Rentenauskunft“). 

Das Fachmagazin „Rente & Co.“ (Heft 3, 2015) hat ausgerechnet, dass eine Einmalzahlung von 12.814 Euro eine sofortige Erhöhung der gesetzlichen Rente von monatlich 54 Euro bringt, im Vergleich dazu beim besten Anbieter einer privaten Rente lediglich 44 Euro, beziehungsweise  4,37 Euro monatlicher Rentenabschlag wird durch jeweils 1.000 Euro Einmal-Zahlung ausgeglichen. Beachten Sie dabei bitte, dass bei der gesetzlichen Rente etwa 10% Minderung für die gesetzliche KV und Pflegeversicherung zu berücksichtigen sind (bis zur Beitragsbemessungsgrenze und nur für Mitglieder der gesetzlichen KV). 

Fazit: Besonders interessant ist diese Variante für Gutverdiener, falls diese Ausgleichszahlung über eine Abfindung und durch den Arbeitgeber steuerlich begünstigt erfolgen kann, oder für geschiedene Besserverdiener, die durch Einzahlungen über mehrere Jahre die Rentenverluste wieder ausgleichen wollen (auch hier steuerliche Abzugsfähigkeit berücksichtigen!). 

2. Juni 2017

Flexi-Rente ab 1. Juli 2017 und Hinzuverdienst bei Frührente

Zum 1. Juli 2017 gibt es folgende Verbesserungen für Frührentner (ab 63):

  • Die Grenze für den Hinzuverdienst von 450 € pro Monat, die bis zu 14 mal pro Jahr gilt, wird nun auf Jahresverdienst (= 6.300 € / Jahr) umgelegt; quasi einem Freibetrag entsprechend.
  • Anstelle von festen Kürzungen der Rente in 1/3-Schritten, falls diese 450 € überschritten werden, gilt jetzt die Regel, dass vom darüber hinausgehenden Hinzuverdienst 40% angerechnet und diese auf 12 Monate verteilt werden. Dieser Betrag wird von der Rente abgezogen. Bisher galt die Regel: 1 Euro über den erlaubten Hinzuverdienst und 1/3 der Rente war weg. 
  • Abschläge aufgrund von Frührente (= 0,3% Abschlag pro Monat vorgezogene Rente) kann man durch Einmal-Zahlungen ausgleichen. Siehe dazu separaten Beitrag.

 

2. Juni 2017

Pensions- und Rentenhöhe – Pensionäre und Rentner in Deutschland

Unter Bezugnahme auf eine dpa-Meldung vermelden die Nürnberger Nachrichten am 17. Januar 2017 interessante Zahlen bezüglich der Beamtenpensionen:

  • Die Bruttopension pro Monat beträgt für männliche Bundesbeamte im Durchschnitt: 3.070 Euro und für Beamtinnen 2.640 Euro.
  • Für Landesbeamte (männlich): 3.260 Euro und Frauen 2.750 Euro. 
  • In den Kommunen (männlich): 3.100 Euro und für Frauen 2.620 Euro. 

Der Höchstruhegehaltssatz nach 40 Dienstjahren beträgt 71,75 %.

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Dazu im Vergleich Renten(Quelle: DRV Juli 2016, S.26):

Sogenannte Standardrente (= nach 45 Versicherungsjahren und stets durchschnittliche Beiträge einbezahlt):

  • Brutto p. a.: 15.611 Euro oder 1.300,92 Euro im Monat. Abzüglich Kranken- + Pflegeversicherung und Steuern (!).
  • Rentenniveau (brutto): 44.1 %.
  • Und auf Seite 36 unter “Renten wegen Alters” (Auszahlungsbeträge, also NETTO (nach Abzug KV + PV)): Im Durchschnitt für Männer 1.124 Euro pro Monat und für Frauen 846 Euro. _____________________________________________________________

Zur Altersvorsorge in Deutschland, zur KV-Beitragspflicht von Betriebsrenten, und schließlich einen interessanten Vergleich zur Rentenhöhe in Deutschland und Österreich finden Sie in dieser Dokumentation von ZDF Zoom vom 16. 11. 2016 “Das Rentendebakel“. Lohnt sich!!!

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Noch Fragen? Bitte nicht an uns (!) sondern direkt an Ihre Abgeordneten oder an Frau Merkel und Herrn Schäuble! 

Und unser Hinweis: Im September 2017 wird gewählt. Die Programme der einzelnen Parteien finden Sie im Internet. Wie das Geld verteilt wird und wo es hin fließt finden Sie auch im Internet unter “Bundeshaushalt 2017“. Die “richtigen Stellen” werden Sie mit ein bisschen Suchen schon finden…

 

 

 

22. Januar 2017

Mit diesem Bruttolohn droht die Magerrente

schriebt FOCUS.online am 9. August 2016. Kurz und prägnant:

“Damit sie nicht in die Grundsicherung fallen, müssen Arbeitnehmer 40 Jahre lang mehr als 1935 Euro pro Monat verdienen (23.280 Euro pro Jahr). Und selbst dann hätten sie nur eine Rente von 779 Euro.”

Lesen Sie den ganzen Artikel indem Sie oben auf den Link klicken. 

Dazu als Kontrastprogramm war einen Tag zuvor in BILD zu lesen “Mindestpension (für Beamte) steigt auf 1.660 Euro” (Anmerkung: im Jahr 2017). Und das bereits nach 5 Dienstjahren! Dazu BILD: “Rentner können von einer solchen Versorgung nur träumen: Rund 94% der deutschen Rentner bekommen weniger als die Beamten an Mindestversorgung.”

Frage: Und was sagt das deutsche Wahlvolk dazu? Antwort: Nix!

9. August 2016