Kategorie Archive: Altersfinanzierung

Bargeld ab 99.999 € auf mehrere Töpfe verteilen!

Seit dem 1. Januar 2015 ist das “Sanierung- und Abwicklungsgesetz” in Kraft. Es ermächtigt die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilität (Bafin) bei Banken sämtliche Einlagen von mehr als 100.000 € ohne Ankündigung auf einen Schlag zu konfiszieren, wenn ein Institut auch nur den Anschein erweckt, in Schieflache geraten zu sein!

Was heisst das für den Sparer, der vielleicht für´s Alter ein gewisses Vermögen angesammelt hat, oder für denjenigen, der gerade eine Immobilie verkauft hat, oder auch eine Erbschaft angetreten ist?

Schnellstens in Tranchen unter 100.000 verteilen und dies bei verschiedenen Banken deponieren. Im Zweifel erinnern Sie sich an den Fall Zypern – und dass die Bundesrepublik enorme Verpflichtungen im europäischen Bankenverband eingegangen ist! Auch Europafans sollten dabei an Michael Gorbatschow denken: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben”. Oder auch: “Unverhofft kommt oft!”.

25. August 2015

Deutsche Sparer verlieren 190 Milliarden – aber das Land ist ruhig

“Nach einer Studie der DZ-Bank summieren sich die entgangenen Zinsen [der Deutschen] auf Sparbüchern, mit Anleihen und in Lebensversicherungen in den vergangenen fünf Jahren auf 190 Milliarden Euro; das entspricht 2.300 Euro je Einwohner. Allein 2015 dürften weitere 70 Milliarden hinzukommen”; so zu lesen in der FAZ vom 10. April 2015. “Als Vergleich dient das Zinsniveau der Jahre vor der Finanzkrise. Profiteure der niedrigen Zinsen sind die Schuldner” [und Schuldnerländer]. Leider ohne Link, lesen Sie dazu mehr z. B. im Focus

Eine wahrlich “draghische” Entwicklung, Dank der Geldpolitik des Signor Draghi mit seiner EZB und dessen mehrheitlich südeuropäischen Direktorium, mit einem Herrn Weidmann als traurigem Rufer in der Wüste. “Zwar stehen den geringen Zinseinkünften Ersparnisse bei Kreditzinsen in Höhe von 78 Milliarden Euro gegenüber” – aber diese nutzen wiederum nur den Schuldnern, wie beispielsweise Häuslebauern – oder den Ländern im Süden mit den hohen Schuldenbergen bei einer stagnierenden Wirtschaft.

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11. April 2015

Der unheimliche DAX – und jetzt noch in Aktien investieren?

Der erste Teil der Überschrift stammt aus der heutigen FAS, verbunden mit der Einleitung “Höhenangst an der Börse“. Wenn man sich durch den deutschen Blätterwald liest und auf die Empfehlungen der meisten Banker hört, dann ist die Aktie die einzige Möglichkeit, mit der man noch eine Verzinsung, bzw. Rendite schafft. Zumindest bis auf Weiteres – und dies für die absehbare Zeit, Dank der “draghischen” Vodookünste der EZB und der unverzagten Euro-Retter á lá Schäuble und Juncker . Wer den Artikel genau liest, dem werden ein paar sehr deutliche Fakten auffallen: 

Der DAX stieg vom 6. 10. 1992 bis 7. 3. 2000 von 1.414   auf 8.136 Punkte und fiel bis 12. 3. 2003 um sage und schreibe 73 % auf 2.189 , stieg bis 13. 7. 2007 wieder auf 8.152 Punkte, um bis 9. 3. 2009 wieder auf 3.589 zu fallen (= 56 %). Seitdem ist er (bis 13. 3. 2015) auf satte 11.903 Punkte gestiegen. Der Boom dauert inzwischen – mit Zwischentiefs wie im Sommer 2014 – rund sechs Jahre und gewisse Protagonisten treiben die Herde weiter in Richtung Aktien. Es gibt ja, Dank der Europäischen Notenbank, “keine Alternative”. Klingt frei nach Angela Merkel.  

Was noch auffallen sollte: In den ersten zweieinhalb Monaten diesen Jahres stieg der DAX bereits um 20%; im gesamten Jahr 2014 – nach Auf und Abs – um knapp 3 %.

Fazit: Vielleicht ist es besser, auf derartige “Renditen” momentan zu verzichten und sinnvoller “nichts zu verdienen” – aber auch nichts zu verlieren. Vor allem nicht die Altersvorsorge! Aber das muss jeder mit sich selber ausmachen…

15. März 2015

Deutsche Sparer und Rentner verlieren Milliarden

Staaten profitieren – Sparer verlieren. Die Geldpolitik soll den Regierungen helfen, ihre Haushalte zu sanieren. Anlegern entgehen Milliarden, weil sich ihr Geld schlechter verzinst, als die Preise steigen”, so schrieb die SZ am 6. August 2013. So konnte man lesen, dass die Preise jährlich um 1,5% steigen, der Sparer aber nur 1% an laschen Zinsen erhält. Bei einem Anlagebetrag von 10.000 € macht das einen Verlust im ersten Jahr von 100 €, nach drei Jahren sind es bereits 294 €, nach fünf Jahren 485 € und nach 10 Jahren 947 €. Die Postbank hat alles hochgerechnet und kommt auf eine Summe von 14 Milliarden €, die deutsche Sparer in diesem Jahr verlieren. 2014 wären es dann schon 21 Milliarden €. Die Commerzbank kommt in einer ähnlichen Rechnung für das Jahr 2012  auf eine Summe von 9,3 Milliarden €, die Sparer aufgrund der niedrigen Zinsen verlieren. Bis 2016 könnten es satte 100 Milliarden € sein. 

Diese Geldentwertung schlägt sich natürlich auch in allen Produkten der Altersvorsorge nieder! Zahlen für die Politik der EZB und die Euro-Rettung tun also nachdrücklich die Sparer und nicht die Banken! Aber laut Aussage von Frau Merkel, den Herren Steinbrück und Trittin gibt es dazu ja keine Alternative. Wer sich allerdings in der neueren Parteienlandschaft umsieht, wird schon fündig. Am 22. September ist schließlich Zahltag! Aber wenn der Michel und die Michaela schlafen am 22. September, dann geht´s schnurstracks in die Transferunion. Dann gibt´s die nächsten 4 Jahre auch nix mehr zu meckern!

Klicken Sie dazu auf die Links vom TAGESSPIEGEL und von Deutsche Wirtschafts Nachrichten.

9. August 2013

Garantiezins auf Lebens- und Rentenversicherungen sicher?

Bisher durfte der gutgläubige Versicherungsnehmer davon ausgehen, dass wenigstens der ohnehin schon lächerliche Garantiezins von 1,75% (seit Januar 2012) auf seine Lebens- und/oder Rentenversicherungen tatsächlich sicher ist. Wenn richtig ist, was in verschiedenen Zeitungen nachzulesen ist, darf man dies nun ernsthaft bezweifeln. So schreibt z.B. die SZ am 23. 4. 2013 unter der Überschrift “Wir sind unter Wasser” – Die Finanzkrise schien Versicherern wenig anhaben zu können. Die Zeichen mehren sich, dass die Assekuranz ein Riesenproblem hat: Sie leidet unter den niedrigen Zinsen. Die Gesellschaften stehen unter erheblichem Druck” und zitiert prompt den Chef der zur Munich-Re gehörenden Ergo-Versicherung: “Wir sind tatsächlich in der Lebensversicherung unter Wasser. … Im aktuellen Zinsumfeld ist die Ertragslage absolut kritisch, da lässt sich kein Geld verdienen. 

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28. April 2013