Lohnt es sich, trotz Rente weiter zu arbeiten?

Von | 17. Juli 2015

Wer die Regelaltersgrenze (65 +) erreicht hat, darf weiter arbeiten und so viel verdienen wie er/sie will oder kann. Und dies ohne Rentenkürzung! Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Rente in Anspruch nehmen und weiterarbeiten.
  2. Rente nicht in Anspruch nehmen, also aufschieben, und ebenso weiterarbeiten.

Vor- und Nachteil Fall 1: Sie erhalten die Rente sofort und zusätzlich ein Gehalt ihres Arbeitgebers. Sie selbst zahlen keine Beiträge mehr in die Rentenversicherung. Der Arbeitgeber führt zwar Beiträge an die DRV ab – aber Sie haben davon nichts mehr, d. h. sie erwerben keine Mehransprüche.

Fall 2:  Sie erhalten keine Rente, sondern nur ihr Gehalt. D. h. sie schieben die Rentenzahlung auf und erhalten pro Monat 0,5% mehr Rente, d. h. pro Jahr 6%.

Nach einer neuen Berechnung der DRV wirkt sich dies für einen Versicherten mit Durchschnittsverdienst und 45 Beitragsjahren derzeit wie folgt aus:

  1. Der Rentenanspruch zum Regelalter beträgt 1.324 Euro. Im ersten Fall erhält er diese sofort.
  2. Bleibt der Versicherte dagegen ein Jahr länger im Beruf, steigert sich seine Rente um 111 Euro auf 1.435 Euro.

Anmerkung: Im Fall 2 ging die DRV von einer Steigerung um 8,3% aus, denn sie schlug die 2,3% Rentenerhöhung für das Jahr 2015 gleich mit drauf. Da diese Erhöhung aber auch der “Bestandsrentner” von Fall 1 erhält, ist diese Rechnung nicht ganz richtig. 

(Quelle: Zahlenmaterial aus der FAZ vom 16. Juli 2015 “Viele Alte arbeiten trotz Rente weiter”)

 

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