Euro Krise: Freut euch nicht zu früh!

Griechenland borgt sich wieder Geld auf dem freien Markt, Irland und Portugal wollen den Rettungsschirm verlassen, in Italien und Spanien soll es auch bergauf gehen… Glaubt man den Verlautbarungen gewisser Politiker wie beispielsweise Herrn Schäuble & Co., sowie einiger besonders schlauer Journalisten, dann möchte man doch tatsächlich annehmen, die Euro-Krise sei vorbei und unser Geld wieder sicher.

Mitte März 2014 gab es im SZ-Magazin zur momentanen Ruhe in der Euro-Krise einen langen Artikel, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte! Immerhin stammt dieser von zwei renommierten Wirtschaftsjournalisten der SZ, Lorenz Wagner und Alexander Hagelüken. Lesen Sie bitte selbst “Freut euch nicht zu früh” und klicken Sie am Ende auf Seite 2 und dann auf Seite 3. Wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, die Krise ist vorbei – na denn. Kopf in den Sand und nix wie durch!

22. April 2014

Jürgen Todenhöfer: Weiss Gauck wovon er redet?

Quelle: www.facebook.com/JuergenTodenhoefer

LIEBER HERR BUNDESPRÄSIDENT,

Sie fordern, dass Deutschland mehr Verantwortung in der Welt übernimmt. Auch militärisch. Wissen Sie wirklich, wovon Sie reden? Ich bezweifle es und habe daher vier Vorschläge:

1. Ein Besuch im syrischen Aleppo oder in Homs. Damit Sie einmal persönlich erleben, was Krieg bedeutet.

2. Vier Wochen Patrouillenfahrt mit unseren Soldaten in afghanischen Kampfgebieten. Sie dürfen auch Ihre Kinder oder Enkel schicken.

3. Ein Besuch eines Krankenhauses in Pakistan, Somalia oder im Yemen – bei unschuldigen Opfern amerikanischer Drohnenangriffe.

4. Ein Besuch des deutschen Soldatenfriedhofes El Alamein in Ägypten. Dort liegen seit 70 Jahren 4.800 deutsche Soldaten begraben. Manche waren erst 17. Kein Bundespräsident hat sie je besucht.

Nach unserem Grundgesetz haben Sie “dem Frieden zu dienen”. Angriffskriege sind nach Artikel 26 verfassungswidrig und strafbar. Krieg ist grundsätzlich nur zur Verteidigung zulässig. Sagen Sie jetzt nicht, unsere Sicherheit werde auch in Afrika verteidigt. So etwas ähnliches hatten wir schon mal. 100.000 Afghanen haben diesen Unsinn mit dem Leben bezahlt.

Wie kommt es, dass ausgerechnet Sie als Bundespräsident nach all den Kriegstragödien unseres Landes schon wieder deutsche Militäreinsätze fordern? Es stimmt, wir müssen mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. Aber doch nicht für Kriege, sondern für den Frieden! Als ehrlicher Makler. Das sollte unsere Rolle sein. Und auch Ihre.

Ihr Jürgen Todenhöfer

PS: Mir ist ein Präsident lieber, der sich auf dem Oktoberfest von Freunden einladen läßt, als einer der schon wieder deutsche Soldaten ins Feuer schicken will. Von seinem sicheren Büro aus. Fast bekomme ich Sehnsucht nach Wulff. Der wollte Menschen integrieren, nicht erschlagen.

21. April 2014

Möglichkeit der Nachzahlung in die gesetzliche Rentenkasse

In drei Fällen gibt es die Möglichkeit einer ausserordentlichen Nachzahlung in die Rentenkasse, um die Entgeltpunkte und damit die Rentenhöhe positiv zu beeinflussen. Für weitere Informationen klicken Sie diesbezüglich auf den Link der Deutschen Rentenversicherung.

Den besonderen Fall, die Rentenminderung wegen Frühpensionierung auszugleichen, greifen wir hier auf. Wie man inzwischen weiss, kostet jeder Monat der Inanspruchnahme einer vorzeitigen Rente (also vor Rentenbeginn zum Regelalter von 65 +x  Monate) 0,3% der bis dahin erworbenen Rentenhöhe. Um diesen Verlust auszugleichen, kann man beispielsweise eine Abfindung zu einer einmaligen Einzahlung sinnvoll verwenden; siehe dazu diesen Link der DRV und FOCUS Online vom 17. Januar 2014.

Die Quintessenz: Mit einer Nachzahlung von 6.271,08 € im Jahr 2014 kaufen Sie sich einen (1) Entgeltpunkt, der wiederum eine Rentenhöhe von 28,14 € / Monat bringt (plus künftige Rentenerhöhungen) – und dies ein Leben lang. Kein schlechtes Geschäft, wenn ein dreiundsechzigjähriger davon ausgeht, dass er/sie noch 20 Jahre lebt und die Witwe davon auch noch profitieren kann! Lesen Sie mehr dazu bei FOCUS Online und rechnen Sie nach. Im Vergleich zu Zahlungen in eine private Rentenversicherung schneidet die gesetzliche RV hier jedenfalls deutlich besser ab – wenn Sie diese Möglichkeit in Anspruch nehmen können!

21. April 2014

Anzahl der Rentner in Armut innerhalb von zehn Jahren verdoppelt

In der SZ vom 12./13. April 2014 war, unter Bezug auf Angaben des statistischen Bundesamtes, zu lesen, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Rentner in Armut fast verdoppelt hat. Damit lebten im Jahr 2012 in Deutschland etwa 465 000 Menschen über 65 allein von der staatlichen Grundsicherung (ca. 700 €). 

Und: Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung gibt es eine hohe Dunkelziffer an Betroffenen – nämlich mehr als die Hälfte der Berechtigten, die die Grundsicherung erst gar nicht beantragen. Entweder aus Unkenntnis – oder aus Scham. Die kämen also noch oben drauf!

Anmerkung: Für die Erweiterung der EU und für die Bankenrettung scheint Geld in unbegrenzter Höhe da zu sein. Aber die Alten, so wird polemisiert, leben munter auf Kosten der Jungen. Die Rente ohne Abschläge nach 45 Jahren wird als nationale Katastrophe dargestellt, namentlich von denen, die übersatt und überversorgt in Rente gehen können und wahrscheinlich auch mit 67 auf keine 45 Berufsjahre kommen.
Irgendwas erscheint faul im Staate D (-eutschland).

13. April 2014

Eurokrise und wie Italiens Banken leiden

Unter der Rubrik “Geld -Finanzen” kann man am 23. Januar 2013 in der SZ folgendes lesen (Quelle: Reuters):

“Die vollständige Erholung der italienischen Banken von der Euro-Schuldenkrise ist nach Einschätzung von Standard & Poor noch in weiter Ferne. Faule Kredite setzten den Instituten immer mehr zu und zwängen sie zu Rückstellungen. Bis zu 42 Milliarden Euro müssen die Geldhäuser bis Ende 2014 zur Seite legen, um geplatzte Darlehen aufzufangen. Bis Ende des Jahres dürfte sich das Volumen der Problemkredite auf bis zu 320 Milliarden Euro belaufen. Damit wären 18% aller Verbraucherkredite betroffen. (…).”

Die Ironie findet sich schon im ersten Satz mit dem Wort “vollständige”. Wie bitte? “Vollständige Erholung?”. Eine Spalte weiter unten liest man in der SZ über den geplanten europäischen Abwicklungsfonds (für Banken), dass die Banken diesbezüglich bis 2025 (!) gerade mal 55 Milliarden einzahlen sollen. Das wäre wenig mehr als ein Sechstel der derzeitigen Problemfälle bei italienischen Banken – von den anderen Banken in anderen Ländern ganz zu schweigen! Wie sich das BIP Italiens entwickelt hat, sehen Sie in dieser Statistik; und wie die Schulden bei dieser Stagnation, bzw. Rückentwicklung je zurück bezahlt werden sollen, das wissen zwar viele schlaue Ökonomen und sicherlich Herr Draghi von der EZB, aber ansonsten nicht einmal die Götter. 

Fazit: Es wird immer wieder suggeriert, dass die Euro-Krise vorbei ist. Selbst Griechenland sei aus dem Schlamassel raus, wird behauptet.  Mit Verlaub: Wer´s glaubt, wird nicht nur selig werden, sondern muss schon ziemlich im Seligkeitsbereich dümpeln. Und inzwischen sollen die Leute fleissig Aktien kaufen – wird empfohlen. Bis dann der nächste Crash kommt. Und der kommt bestimmt! Siehe Entwicklung DAX über 10 Jahre bei u. a. finanzen.de  (auf max. klicken) – von mehrmals unter 4000 auf derzeit > 9500 und irgendwann zurück… Dass die Banksters, die für die vergangenen Schlamassel verantwortlich waren, den nächsten Crash bestimmt schon planen, davon dürfen Sie ausgehen. Denn das wissen wiederum die Götter. Nur sagen die nicht genau wann der kommt. 

23. Januar 2014