Sansibar auf Sylt und weiser Spruch für Integrationsgutgläubige

Der Wirt vom Sansibar auf Sylt ist Schwabe, geboren auf der Schwäbischen Alb und gibt auf die Frage, ob seine vier Kinder, alle geboren auf Sylt, auch Schwaben sind, folgende Antwort (FAS, S. 29/ 3. 5. 2015):

“Die sind auch Schwaben, nur sehen die das nicht ein, sooft ich Ihnen auch den Vergleich mit dem Fischladen erzähle: Wenn dort eine Katze Junge bekommt, sind das keine Makrelen, sondern Katzen.”

Darüber darf man etwas weitläufiger nachdenken… Auch wenn es der politisch-korrekten Empfindung widerspricht. 

3. Mai 2015

Deutsche Sparer verlieren 190 Milliarden – aber das Land ist ruhig

“Nach einer Studie der DZ-Bank summieren sich die entgangenen Zinsen [der Deutschen] auf Sparbüchern, mit Anleihen und in Lebensversicherungen in den vergangenen fünf Jahren auf 190 Milliarden Euro; das entspricht 2.300 Euro je Einwohner. Allein 2015 dürften weitere 70 Milliarden hinzukommen”; so zu lesen in der FAZ vom 10. April 2015. “Als Vergleich dient das Zinsniveau der Jahre vor der Finanzkrise. Profiteure der niedrigen Zinsen sind die Schuldner” [und Schuldnerländer]. Leider ohne Link, lesen Sie dazu mehr z. B. im Focus

Eine wahrlich “draghische” Entwicklung, Dank der Geldpolitik des Signor Draghi mit seiner EZB und dessen mehrheitlich südeuropäischen Direktorium, mit einem Herrn Weidmann als traurigem Rufer in der Wüste. “Zwar stehen den geringen Zinseinkünften Ersparnisse bei Kreditzinsen in Höhe von 78 Milliarden Euro gegenüber” – aber diese nutzen wiederum nur den Schuldnern, wie beispielsweise Häuslebauern – oder den Ländern im Süden mit den hohen Schuldenbergen bei einer stagnierenden Wirtschaft.

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11. April 2015

Der unheimliche DAX – und jetzt noch in Aktien investieren?

Der erste Teil der Überschrift stammt aus der heutigen FAS, verbunden mit der Einleitung “Höhenangst an der Börse“. Wenn man sich durch den deutschen Blätterwald liest und auf die Empfehlungen der meisten Banker hört, dann ist die Aktie die einzige Möglichkeit, mit der man noch eine Verzinsung, bzw. Rendite schafft. Zumindest bis auf Weiteres – und dies für die absehbare Zeit, Dank der “draghischen” Vodookünste der EZB und der unverzagten Euro-Retter á lá Schäuble und Juncker . Wer den Artikel genau liest, dem werden ein paar sehr deutliche Fakten auffallen: 

Der DAX stieg vom 6. 10. 1992 bis 7. 3. 2000 von 1.414   auf 8.136 Punkte und fiel bis 12. 3. 2003 um sage und schreibe 73 % auf 2.189 , stieg bis 13. 7. 2007 wieder auf 8.152 Punkte, um bis 9. 3. 2009 wieder auf 3.589 zu fallen (= 56 %). Seitdem ist er (bis 13. 3. 2015) auf satte 11.903 Punkte gestiegen. Der Boom dauert inzwischen – mit Zwischentiefs wie im Sommer 2014 – rund sechs Jahre und gewisse Protagonisten treiben die Herde weiter in Richtung Aktien. Es gibt ja, Dank der Europäischen Notenbank, “keine Alternative”. Klingt frei nach Angela Merkel.  

Was noch auffallen sollte: In den ersten zweieinhalb Monaten diesen Jahres stieg der DAX bereits um 20%; im gesamten Jahr 2014 – nach Auf und Abs – um knapp 3 %.

Fazit: Vielleicht ist es besser, auf derartige “Renditen” momentan zu verzichten und sinnvoller “nichts zu verdienen” – aber auch nichts zu verlieren. Vor allem nicht die Altersvorsorge! Aber das muss jeder mit sich selber ausmachen…

15. März 2015