Anzahl der Rentner in Armut innerhalb von zehn Jahren verdoppelt

In der SZ vom 12./13. April 2014 war, unter Bezug auf Angaben des statistischen Bundesamtes, zu lesen, dass sich in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Rentner in Armut fast verdoppelt hat. Damit lebten im Jahr 2012 in Deutschland etwa 465 000 Menschen über 65 allein von der staatlichen Grundsicherung (ca. 700 €). 

Und: Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung gibt es eine hohe Dunkelziffer an Betroffenen – nämlich mehr als die Hälfte der Berechtigten, die die Grundsicherung erst gar nicht beantragen. Entweder aus Unkenntnis – oder aus Scham. Die kämen also noch oben drauf!

Anmerkung: Für die Erweiterung der EU und für die Bankenrettung scheint Geld in unbegrenzter Höhe da zu sein. Aber die Alten, so wird polemisiert, leben munter auf Kosten der Jungen. Die Rente ohne Abschläge nach 45 Jahren wird als nationale Katastrophe dargestellt, namentlich von denen, die übersatt und überversorgt in Rente gehen können und wahrscheinlich auch mit 67 auf keine 45 Berufsjahre kommen.
Irgendwas erscheint faul im Staate D (-eutschland).

13. April 2014

Eurokrise und wie Italiens Banken leiden

Unter der Rubrik “Geld -Finanzen” kann man am 23. Januar 2013 in der SZ folgendes lesen (Quelle: Reuters):

“Die vollständige Erholung der italienischen Banken von der Euro-Schuldenkrise ist nach Einschätzung von Standard & Poor noch in weiter Ferne. Faule Kredite setzten den Instituten immer mehr zu und zwängen sie zu Rückstellungen. Bis zu 42 Milliarden Euro müssen die Geldhäuser bis Ende 2014 zur Seite legen, um geplatzte Darlehen aufzufangen. Bis Ende des Jahres dürfte sich das Volumen der Problemkredite auf bis zu 320 Milliarden Euro belaufen. Damit wären 18% aller Verbraucherkredite betroffen. (…).”

Die Ironie findet sich schon im ersten Satz mit dem Wort “vollständige”. Wie bitte? “Vollständige Erholung?”. Eine Spalte weiter unten liest man in der SZ über den geplanten europäischen Abwicklungsfonds (für Banken), dass die Banken diesbezüglich bis 2025 (!) gerade mal 55 Milliarden einzahlen sollen. Das wäre wenig mehr als ein Sechstel der derzeitigen Problemfälle bei italienischen Banken – von den anderen Banken in anderen Ländern ganz zu schweigen! Wie sich das BIP Italiens entwickelt hat, sehen Sie in dieser Statistik; und wie die Schulden bei dieser Stagnation, bzw. Rückentwicklung je zurück bezahlt werden sollen, das wissen zwar viele schlaue Ökonomen und sicherlich Herr Draghi von der EZB, aber ansonsten nicht einmal die Götter. 

Fazit: Es wird immer wieder suggeriert, dass die Euro-Krise vorbei ist. Selbst Griechenland sei aus dem Schlamassel raus, wird behauptet.  Mit Verlaub: Wer´s glaubt, wird nicht nur selig werden, sondern muss schon ziemlich im Seligkeitsbereich dümpeln. Und inzwischen sollen die Leute fleissig Aktien kaufen – wird empfohlen. Bis dann der nächste Crash kommt. Und der kommt bestimmt! Siehe Entwicklung DAX über 10 Jahre bei u. a. finanzen.de  (auf max. klicken) – von mehrmals unter 4000 auf derzeit > 9500 und irgendwann zurück… Dass die Banksters, die für die vergangenen Schlamassel verantwortlich waren, den nächsten Crash bestimmt schon planen, davon dürfen Sie ausgehen. Denn das wissen wiederum die Götter. Nur sagen die nicht genau wann der kommt. 

23. Januar 2014

Gauck: Liebesleben wie im Orient

in einem Leserbrief in den Nürnberger Nachrichten vom 20. Januar 2014 kann man unter der Schlagzeile “Liebesleben wie im Orient – Die privaten Verhältnisse von Joachim Gauck” folgendes lesen:

“Die Nürnberger Nachrichten präsentieren Frau Schadt als “First Lady”. Ich finde diese Formulierung in Anbetracht des noch verheirateten Bundespräsidenten als völlig daneben. Kein Aufschrei in der Presse, sondern Wohlgefallen.

Ein Präsident, ein Kirchenmann mit zwei Frauen, wie im Orient. Sollte dieser Mann nicht Vorbild für das ganze Volk sein? Was über Herrn Wulff zu viel in der Presse lamentiert wurde, wird bei Herrn Gauck kommentarlos hingenommen. Wo leben wir? Was denkt das Ausland? Ich schäme mich dafür.”

Liselotte Müller, Nürnberg

Kommentar H.S.:  So kann’s nicht weiter gehen. Der Gauck muss weg! Für rund 300.000 Euroletten Jahrespension + Dienstwagen mit Chauffeur + Büro mit Sekretärin – und alles auf Staatskosten, lebenslang, versteht sich. Und dann soll’s endlich eine Frau machen. Möglichst mit Migrationshintergrund und auf gar keinen Fall heterosexuell, aber ordentlich in einer eingetragenen Lebensgemeinschaft hausend, mit mindestens zwei adoptierten Kindern.

23. Januar 2014

Die Euro-Wette des George Soros

So schreibt die FAZ am 11.01.2014: “Der Mann spendet Milliarden. Er geht in den Berliner Ministerien ein und aus. Niemand macht sich so stark für eine europäische Schuldenunion wie der Spekulant aus New York. Was treibt ihn?”

Wenn Sie lesen wollen, wie die deutsche Politik von einem der größten Spekulanten der Welt beeinflusst wird, dann lesen Sie hier weiter. Und falls Sie eine der genannten Politiker am 22. September 2013 gewählt haben, dann freuen Sie sich über Ihre Entscheidung zugunsten von Leuten wie Mr. Soros. Es kann noch teuer werden!

13. Januar 2014

Rente mit 63 ohne Abschläge

Noch steht sie nur auf dem Papier des Koalitionsvertrags der Groko. Kommen soll sie zum 1. Juli 2014. Wie sie aussieht und was genau drin sein wird, ist noch unklar. Von was man derzeit ausgeht ist folgendes:

  • Wer 45 Beitragsjahre hat, kann frühestens mit 63 ohne die derzeitigen Abschläge bei Frührente von 0,3% pro Monat in vorgezogene Rente (=Frührente) gehen.
  • Beitragsjahre sind nicht gleich Versicherungsjahre! Versicherungsjahre beinhalten auch Wartezeiten, wie Arbeitslosigkeit oder Studienzeiten (max. 4 Jahre). Studienzeiten mit Abschluss zählen zu den Versicherungsjahren, aber nicht zu Beitragszeiten. Arbeitslosigkeit dagegen wird bisher voll gezählt.
  • Zeiten der Arbeitslosigkeit könnten (man beachte das Konjunktiv!) bis  max. 5 Jahre zu den Beitragszeiten gerechnet werden. Dieser Passus könnte jedoch noch kippen! Denn: Es wird befürchtet, dass ein guter Teil der infrage kommenden Berechtigten die letzten 2 Jahre sich arbeitslos meldet und damit faktisch mit bereits 61 aus dem Berufsleben ausscheidet. Dagegen wird momentan noch schwer argumentiert. Hartz IV-Zeiten zählen nicht!
  • Erziehungszeiten sollen für Mütter / Väter auch angerechnet werden. Von Studienzeiten, die bisher als Wartezeiten gerechnet werden, steht nirgendwo etwas.
  • Völlig unbeantwortet bleibt bisher die Frage des erlaubten Zuverdiensts. Frührentner dürfen bislang lediglich 450€ im Monat dazuverdienen. Erst wer die Regelsaltersrente (mit 65+) bezieht, darf unbegrenzt dazuverdienen. 
  • Und jetzt der Hammer: Die abschlagsfreie Rente mit 63 kommt in vollem Umfang nur für solche Arbeitnehmer in Frage, die 45 Beitragsjahre vorweisen können und vor dem 1. Januar 1953 geboren sind. Alle Jüngeren müssen Abstriche hinnehmen bis zum Geburtsjahrgang 1964, für den die Altersgrenze wieder bei 65 Lebensjahren liegt (auch hier nur dann, wenn sie 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben). Quelle: Nürnberger Nachrichten vom 17. 1. 2014

Zu beachten: Wer diese Art der Frührente wählen wird oder wählen könnte, sollte wissen, dass er oder sie trotzdem eine reduzierte Rente erhalten wird und nicht die Höhe der Rente, die in der Prognose der Rentenversicherung als Regelsaltersrente angegeben wird (= Rente mit 65+), sondern nur die Summe, die den angesparten Entgeltpunkten mit Alter 63 entspricht! Nachdem die gesetzliche Rente in der Regel eh schon mickrig ausfällt, wird man genau rechnen müssen, ob man/frau es sich leisten kann.

10. Januar 2014