Reale Rentenkürzungen 2003 – 2014

Im folgenden sehen Sie die Erhöhungen der gesetzlichen Rente und im Absatz darunter diese addiert auf 12 Jahre und die Bemerkung zur entsprechenden Teuerungsrate. Woraus sich eine faktische Kürzung der Renten, bzw. deren Kaufkraft ergibt. 

►2003:  West 1,04 % / Ost 1,19 %

►2004:  Null

►2005:  Null

►2006:  Null

►2007:  0,54 %

►2008:  1,1 %

►2009:  West: 2,4 %

►2010:  Null

►2011:  West / Ost = 0,99 %

►2012:  West 2,18 % / Ost 2,26 %

►2013:  West 0,25 % / Ost 3,29 %

►2014:  West 1,67 % / Ost 2,53 %

 

Daraus ergibt sich, wenn man die Teuerung- bzw. Inflationsrate dagegen rechnet:

►Rentenerhöhungen 2003 bis 2014 (West) einfach addiert = 10,17 % : 12 Jahre = 0,85 % p. a.

►Inflationsrate in 12 Jahren: ca. 25 % => Reale Reduzierung der Kaufkraft um ca. 12 – 15 %

Damit sollten Sie kalkulieren, wenn Sie die Finanzierung Ihres Alters planen. Besser wird es sicher nicht!

 

31. Oktober 2014

Rentenplus 2015 durch neue Formel verdünnt!

Ein Brief an die Rentner von der Ministerin für Arbeit und Soziales, Frau Andrea Nahles (SPD) könnte derzeit so aussehen:

Meine sehr geschätzten Rentnerinnen und Rentner,

nachdem die Erhöhung Ihrer Renten zum 1. Juli 2014 im Westen um sage und schreibe 1,67% und im Osten sogar um satte 2,57% erhöht wurden, haben wir lange überlegt, wie wir die Rentenerhöhung für das Jahr 2015 etwas dämpfen können. Nach langem Hin und Her fiel uns dabei ein, dass wir folgende Niedrigverdiener mit in die Statistik aufnehmen werden, um das Lohnniveau insgesamt – nach dem die Rentenerhöhungen aufgrund einer äußerst undurchschaubaren Formel berechnet wird – noch etwas drücken zu können. Dabei handelt es sich um

  • 300.000 Menschen mit einer Behinderung, die in einer Werkstätte arbeiten
  • 30.000 Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe
  • 80.000 meist junge Leute, die ein freiwilliges Jahr leisten oder für den Bundesfreiwilligendienst arbeiten

Macht in Summe 410.000 Menschen, die diese Formel im unserem Sinne verbessern, damit wir Ihre Renten auch weiterhin nur sehr mager erhöhen müssen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis – wollen wir doch zusätzlich den Rentenbeitrag von 18,9 auf 18,7 % aus nicht nachvollziehbaren Gründen senken (und damit unsere Einnahmen) – und die Beiträge für die Pflegeversicherung (welche die Rentner voll zahlen!) dafür zum 1. Januar 2015 um magere 0,3 % erhöhen. Sie werden´s doch verkraften, oder… 

Ich weiß, dass die Renten in Deutschland zu mehr als 25 % unterhalb der Grundsicherung von 700 € liegen, aber was soll´s. Die Beamtenpensionen, nachdem sich auch die Pensionen der Bundesminister und Abgeordneten richten, sind ja noch ganz ordentlich. Und um diese auch weiterhin üppig gestalten zu können, haben wir ja das Mittel der Steuererhöhung. Um die Rentenerhöhungen auch weiterhin flach zu halten, werden wir – und dafür stehe ich mit meinem guten Namen und mit meiner gesamten Partei (!) – auch künftig kreativ sein! 

Mit freundlichen Grüßen,

Andrea Nahles (Sozialdemokratische Partei Deutschland)

Ach so: Der Müntefering, der uns die Rente mit 67 beschafft hat, der war doch auch aus dieser sog. Sozialdemokratischen Partei Deutschland… 

Lesen Sie mehr dazu bei Spiegel.online

 

 

 

 

27. Oktober 2014

“Wenn das Wochenende 7 Tage hat” – jetzt als überarbeitete Neuausgabe

Seit Ende August 2014 ist die völlig überarbeitete Neuausgabe von “Wenn das Wochenende 7 Tage hat” überall im Handel erhältlich, beispielsweise auch bei Amazon – dort gibt es auch einen “Blick ins Buch“.

Die Erstausgabe erschien 2008 und eine Überarbeitung 2011. Verschiedene gesetzliche und wirtschaftliche Änderungen machten eine Aktualisierung erneut erforderlich. Erfreulicherweise hat sich das Buch seit seinem Erscheinen zu einem anerkannten Standardwerk zur Vorbereitung auf die Rente oder Pension entwickelt. Lesen Sie diesbezüglich auch die Rezensionen einiger Leser/innen, z. B. die von Marianne Schreiber (12. Sept. 2014):

“Ich habe dieses Buch verschenkt. Der Beschenkte und ein Mitleser fanden die Aufmachung, den Schreibstil und die Tips darin sehr gut. Dies ist kein 08-15 Buch sondern ein Buch MIT Inhalt.”

Vielen Dank an alle Leser/innen!

P.S.: Bei Amazon seit mehr als 2 Jahren ständig gerankt unter den den Top 20 im Bereich Sozialpolitik.

Ach so: Auch wenn Sie etwas gegen Amazon haben sollten – reinschauen können Sie ja mal. Ist schließlich noch kein Kauf. … Weitere Informationen (auch für den lokalen Buchhändler Ihres Vertrauens) finden Sie auf den “anderen Seiten” von 50PlusConsulting unter “Bücher”.

23. September 2014

Seminar zur Vorbereitung auf den Ruhestand im März 2015

Infos zu Seminar und AnmeldungAm  25./26. März 2015 findet wieder das zweitägige Seminar Erfolgreiche Vorbereitung auf den Ruhestand – Wenn das Wochenende 7 Tage hat mit Herb Stumpf in Iphofen statt.

“Wie man ins Berufsleben einsteigt, das sagt einem jeder. Wie man da aber wieder herauskommt, wie man aufhört, das sagt einem keiner”. Dieser Satz von Herb Stumpf in “Ausstieg mit Mitte 50” und Autor von “Wenn das Wochenende 7 Tage hat“, wird häufig zitiert, weil er die Probleme in dieser Situation auf den Punkt bringt. 

Die meisten Menschen gehen in Rente oder Pension mit Illusionen und wenig Vorbereitung. Dabei sind Klarheit über die Altersfinanzierung und die seelisch-geistigen Herausforderungen für “das Leben nach dem Beruf” Voraussetzung dafür, dass die späteren Jahre keine Enttäuschung, sondern als Freude und große Chance wahrgenommen werden können. 50PlusConsulting hat seit 2003 hunderten von Menschen bei diesem Schritt in einen neuen Lebensabschnitt erfolgreich und zielsicher Klarheit verschafft.

Klicken Sie bitte hier für Details zu Inhalt des Seminars und Themenübersicht. Profitieren Sie von der reichhaltigen Erfahrung des Seminarleiters und den individuellen Anregungen der anderen Teilnehmer/innen. Hier geht´s zur Anmeldung. Bei Fragen nutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Maximal 10 Teilnehmer/innen.

Tagungsort: Zehntkeller in Iphofen (bei Würzburg).

Kosten: Seminar = 420 € + MwSt / Teilnehmer + ca. 250 € Unterbringung und Vollpension. Beinhaltet ist ein Exemplar des Buchs “Wenn das Wochenende 7 Tage hat”  von Herb Stumpf.

Hinweis: Zahlreiche Firmen übernehmen die Kosten für dieses Seminar auf Anfrage beim Vorgesetzten oder in der Personalabteilung.

Anreise bitte am Vorabend (Dienstag, 24. März 2015) einplanen.

30. Juli 2014

Rentenerhöhung vom 1. Juli 2014: zu früh gefreut!

Zum 1. Juli 2014 wurden die Renten “großzügig” erhöht. Im Westen um 1,67 % und im Osten um 2,53 %. Zum 1. Januar 2015 soll dafür laut Bundesministerium für Gesundheit der Beitrag zur Pflegeversicherung von 2,05 auf 2,35 % steigen (Kinderlose: jeweils + 0,25 %!). Achtung: Die Beiträge zur Pflegeversicherung zahlt der Rentner in voller Höhe (anders als die der KV)!

Betrachten wir dies in realen Zahlen, so sieht es wie folgt aus: Bei einer West-Rente von 800 Euro stieg diese zum 1. Juli 2014 um 13,55 Euro. Aufgrund der angekündigten Erhöhung der Pflegeversicherung bleiben zum 1. Januar davon jedoch nur noch 9,55 Euro – das sind minus 20 % der Erhöhung. Im Osten war bei einer gleichen Rente die Erhöhung 20,24 Euro, im Januar gehen davon 4,54 Euro an die Pflegeversicherung – oder  davon 13,5 %. 

In welcher Höhe es Sie persönlich trifft, können Sie anhand dieser Daten selbst ausrechnen. 

Übrigens: Die Prognosen für die Rentenerhöhung 1. Juli 2015 sehen mau aus. Mütterrenten und Rente mit 63 werden laut gültiger Rentenformel das mögliche Rentenplus um etwa 1,4 % mindern, weiß man schon heute. Und damit dürfte kaum noch ein Plus heraus kommen, wahrscheinlich eine schwarz-rote Null! Erst 2017 sind dann wieder Bundestagswahlen. Da wird es dann wieder ein echtes Plus geben: Damit Sie wieder die schwarz-roten  Nullen wählen, – oder vielleicht doch wieder die gelben, – möglicherweise zusammen mit den grünen Nullern. Am besten alle Nullen bunt gemischt. Null + null bleibt eben doch null. Gell! (süddeutsch für im Norden “Näch”!).

28. Juli 2014