Bargeld ab 99.999 € auf mehrere Töpfe verteilen!

Seit dem 1. Januar 2015 ist das “Sanierung- und Abwicklungsgesetz” in Kraft. Es ermächtigt die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilität (Bafin) bei Banken sämtliche Einlagen von mehr als 100.000 € ohne Ankündigung auf einen Schlag zu konfiszieren, wenn ein Institut auch nur den Anschein erweckt, in Schieflache geraten zu sein!

Was heisst das für den Sparer, der vielleicht für´s Alter ein gewisses Vermögen angesammelt hat, oder für denjenigen, der gerade eine Immobilie verkauft hat, oder auch eine Erbschaft angetreten ist?

Schnellstens in Tranchen unter 100.000 verteilen und dies bei verschiedenen Banken deponieren. Im Zweifel erinnern Sie sich an den Fall Zypern – und dass die Bundesrepublik enorme Verpflichtungen im europäischen Bankenverband eingegangen ist! Auch Europafans sollten dabei an Michael Gorbatschow denken: “Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben”. Oder auch: “Unverhofft kommt oft!”.

25. August 2015

Lohnt es sich, trotz Rente weiter zu arbeiten?

Wer die Regelaltersgrenze (65 +) erreicht hat, darf weiter arbeiten und so viel verdienen wie er/sie will oder kann. Und dies ohne Rentenkürzung! Nun gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Rente in Anspruch nehmen und weiterarbeiten.
  2. Rente nicht in Anspruch nehmen, also aufschieben, und ebenso weiterarbeiten.

Vor- und Nachteil Fall 1: Sie erhalten die Rente sofort und zusätzlich ein Gehalt ihres Arbeitgebers. Sie selbst zahlen keine Beiträge mehr in die Rentenversicherung. Der Arbeitgeber führt zwar Beiträge an die DRV ab – aber Sie haben davon nichts mehr, d. h. sie erwerben keine Mehransprüche.

Fall 2:  Sie erhalten keine Rente, sondern nur ihr Gehalt. D. h. sie schieben die Rentenzahlung auf und erhalten pro Monat 0,5% mehr Rente, d. h. pro Jahr 6%.

Nach einer neuen Berechnung der DRV wirkt sich dies für einen Versicherten mit Durchschnittsverdienst und 45 Beitragsjahren derzeit wie folgt aus:

  1. Der Rentenanspruch zum Regelalter beträgt 1.324 Euro. Im ersten Fall erhält er diese sofort.
  2. Bleibt der Versicherte dagegen ein Jahr länger im Beruf, steigert sich seine Rente um 111 Euro auf 1.435 Euro.

Anmerkung: Im Fall 2 ging die DRV von einer Steigerung um 8,3% aus, denn sie schlug die 2,3% Rentenerhöhung für das Jahr 2015 gleich mit drauf. Da diese Erhöhung aber auch der “Bestandsrentner” von Fall 1 erhält, ist diese Rechnung nicht ganz richtig. 

(Quelle: Zahlenmaterial aus der FAZ vom 16. Juli 2015 “Viele Alte arbeiten trotz Rente weiter”)

 

17. Juli 2015

Warum wir den Griechen unseren Dank schulden

schreibt Henryk M. Bruder in der Welt am 20. Juni 2015 – und weiter: “Ihre Sturheit hat uns die Augen geöffnet, welche Fehlkonstruktion die EU ist. Alles kann man kündigen, jeden Vertrag, jede Ehe. Aber nicht den Maastricht-Vertrag. Soll er bis ans Ende der Tage gelten?”      Und:

“Mit ihrem Eigensinn, ihrer Sturheit und Querköpfigkeit haben sie sich selbst möglicherweise keinen Gefallen getan, dafür aber haben sie den Zaungästen am Rande der Arena brutal und radikal klargemacht, was die Europäische Union ihrem Wesen nach ist: keine Wertegemeinschaft, wie von ihren Anhängern immer behauptet wird, sondern ein ideologisches Konstrukt, dessen wichtigste Aufgabe darin besteht, den Selbsterhalt zu sichern, ein Kartenhaus ohne Ausgang, ein Neuschwanstein der Lüfte, dazu geschaffen, den Bauherren zu huldigen und pompöse Feste zu feiern.”

Henryk M. Broder kann das und darf das: Seinen Lesern in aller Klarheit den Spiegel vorhalten. Von gutmenschlichen Medien wird er deshalb bereits gemieden – oder zerrissen.  Lesen Sie den ganzen Artikel, indem Sie auf den Link klicken.

Ach so: Wetten, dass die Griechen am heutigen Montag gerettet werden. Koste es was es wolle und um jeden Preis – den die europäischen Steuerzahler und Sparer zu tragen haben.  Aber die sind ja ruhig. Zumindest die in Deutschland. Und vertrauen dabei auf Mutti. Doch auch diese Mutti wird irgendwann gehen – und die Konsequenzen bleiben. Wahrscheinlich werden sie dann wieder sagen: “Wir haben es ja nicht gewusst…”. Doch genau wie einst werden sie für ihr Nicht-wissen-wollen lange Jahre und über Generationen hinweg dafür zahlen müssen. 

 

 

22. Juni 2015

Neue Zahlen für die durchschnittlichen Rentenzahlungen (2014)

Aus der Jahresstatistik der DRV (Dt. Rentenversicherung) liefert die SZ vom 22. Mai 2015 neue Zahlen:

Danach beträgt die Rentenzahlung (netto) im Jahr 2014 durchschnittlich 752 Euro. 2013 waren es noch 737 Euro. Bei Männern erhöhte sich der durchschnittliche Pauschalbetrag gegenüber 2013 von vormals 913 Euro auf (2014) 975 Euro. Bei Frauen sank der Pauschalbetrag bei Neurentnerin um 13 Euro von (2013) 546 Euro auf (2014) 533 Euro. Wer auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen ist, erhielt als Neurentner im Jahr 2014 lediglich 628 Euro. (Klicken Sie bitte auf den Link zur SZ auf den ganzen Artikel)

Ach so: In diesem Zusammenhang dürfte Sie vielleicht ein Artikel aus der FAZ vom 23. Mai 2015 interessieren: “Griechenland zahlt höhere Renten als Deutschland” – nämlich durchschnittlich 960 Euro, was 63% des letzten durchschnittlichen Einkommens beträgt. Und bei uns? Ich will mich nicht länger ärgern – googeln Sie selbst – und geben Sie dabei das Stichwort “Rentenniveau” mit ein!

9. Juni 2015