Altersarmut nimmt in Deutschland zu!

schrieben verschiedene Zeitungen in dieser Woche, darunter auch DIE ZEIT. Klicken Sie bitte auf den Link für mehr Information. 

Frage: Wundert´s jemanden? Verlassen Sie sich darauf – es wird noch sehr viel schlimmer werden, falls dieses Rentensystem nicht grundsätzlich überarbeitet wird. Vorschläge diesbezüglich haben wir in diesem blog mehr als ein Mal gemacht. Derzeit haben wir eine “große Koalition” – nicht im Sinne von “bedeutend”, sondern von großer Kopfzahl. Über 80% der Abgeordneten gehören dazu und könnten wirklich einen großen Wurf machen. Tun sie aber nicht. Weil sie dazu zu feige und zu träge sind! Und ihre Mutti war noch nie sehr kreativ. Genauso wenig der Dicke. Lieber weiter wursteln. 

7. November 2014

Strafzins für Sparer!

Dank der Zinspolitik der EZB sind wir inzwischen soweit, dass die ersten Banken die Sparer nicht mehr nur überhaupt keinen Zins mehr zahlen, sondern für Vermögen ab 500.000 Euro sogar einen Strafzins verlangen! Lesen Sie hierzu aus der FAZ vom 4. November 2014 “Harte Zeiten für ängstliche Sparer” – überlegen Sie dann aber genau, ob Sie sich auf die dort empfohlenen Anlagen in Aktien und Fonds einlassen wollen. Denken Sie dabei an die Schwankungen im Juli/August diesen Jahres…

Und noch eine Empfehlung: Falls Sie immer noch ein Fan des Euro und der EU sind, sollten Sie vielleicht für 10 Euro das Buch von Hans-Werner Sinn (Präsident Ifo-Institut und Professor an der LMU) und kaufen “Gefangen im Euro“. Liest sich wie ein Krimi – nur ist alles traurige Realität und mit Fakten hinterlegt! Lesen Sie dazu auch die Rezensionen… 

Frage: Wenn selbst die Banken schon kein Bargeld mehr wollen, sollte man sich ernsthaft fragen, was dieser Euro überhaupt noch für einen Wert hat. Ausser dem des gedruckten Papiers – von dem die EZB täglich mehr druckt. Irgendwie hatten wir das schon zwei Mal in der Geschichte Deutschlands im letzten Jahrhundert…

6. November 2014

Reale Rentenkürzungen 2003 – 2014

Im folgenden sehen Sie die Erhöhungen der gesetzlichen Rente und im Absatz darunter diese addiert auf 12 Jahre und die Bemerkung zur entsprechenden Teuerungsrate. Woraus sich eine faktische Kürzung der Renten, bzw. deren Kaufkraft ergibt. 

  • 2003:  West 1,04 % / Ost 1,19 %
  • 2004:  Null
  • 2005:  Null
  • 2006:  Null
  • 2007:  0,54 %
  • 2008:  1,1 %
  • 2009:  West: 2,4 %
  • 2010:  Null
  • 2011:  West / Ost = 0,99 %
  • 2012:  West 2,18 % / Ost 2,26 %
  • 2013:  West 0,25 % / Ost 3,29 %
  • 2014:  West 1,67 % / Ost 2,53 %

Daraus ergibt sich, wenn man die Teuerung- bzw. Inflationsrate dagegen rechnet:

  • Rentenerhöhungen 2003 bis 2014 (West) einfach addiert = 10,17 % : 12 Jahre = 0,85 % p. a.
  • Inflationsrate in 12 Jahren: ca. 25 % => Reale Reduzierung der Kaufkraft um ca. 12 – 15 %

Damit sollten Sie kalkulieren, wenn Sie die Finanzierung Ihres Alters planen. Besser wird es sicher nicht!

31. Oktober 2014

Rentenplus 2015 durch neue Formel verdünnt!

Ein Brief an die Rentner von der Ministerin für Arbeit und Soziales, Frau Andrea Nahles (SPD) könnte derzeit so aussehen:

Meine sehr geschätzten Rentnerinnen und Rentner,

nachdem Ihre Renten zum 1. Juli 2014 im Westen um sage und schreibe 1,67% und im Osten sogar um satte 2,57% erhöht wurden, haben wir lange überlegt, wie wir die Rentenerhöhung für das Jahr 2015 etwas dämpfen können. Nach langem Hin und Her fiel uns dabei ein, dass wir folgende Niedrigverdiener mit in die Statistik aufnehmen werden, um das Lohnniveau insgesamt – nach dem die Rentenerhöhungen aufgrund einer äußerst undurchschaubaren Formel berechnet wird – noch etwas drücken zu können. Dabei handelt es sich um

  • 300.000 Menschen mit einer Behinderung, die in einer Werkstätte arbeiten
  • 30.000 Personen in Einrichtungen der Jugendhilfe
  • 80.000 meist junge Leute, die ein freiwilliges Jahr leisten oder für den Bundesfreiwilligendienst arbeiten

Macht in Summe 410.000 Menschen, die diese Formel im unserem Sinne verbessern, damit wir Ihre Renten auch weiterhin nur sehr mager erhöhen müssen. Ich hoffe, Sie haben dafür Verständnis – wollen wir doch zusätzlich den Rentenbeitrag von 18,9 auf 18,7 % aus nicht nachvollziehbaren Gründen senken (und damit unsere Einnahmen) – und die Beiträge für die Pflegeversicherung (welche die Rentner voll zahlen!) dafür zum 1. Januar 2015 um magere 0,3 % erhöhen. Sie werden´s doch verkraften, oder… 

Ich weiß, dass die Renten in Deutschland zu mehr als 25 % unterhalb der Grundsicherung von 700 € liegen, aber was soll´s. Die Beamtenpensionen, nachdem sich auch die Pensionen der Bundesminister und Abgeordneten richten, sind ja noch ganz ordentlich. Und um diese auch weiterhin üppig gestalten zu können, haben wir ja das Mittel der Steuererhöhung. Um die Rentenerhöhungen auch weiterhin flach zu halten, werden wir – und dafür stehe ich mit meinem guten Namen und mit meiner gesamten Partei (!) – auch künftig kreativ sein! 

Mit freundlichen Grüßen,

Andrea Nahles (Sozialdemokratische Partei Deutschland)

Ach so: Der Müntefering, der uns die Rente mit 67 beschafft hat, der war doch auch aus dieser sog. Sozialdemokratischen Partei Deutschland… 

Lesen Sie mehr dazu bei Spiegel.online

27. Oktober 2014

“Wenn das Wochenende 7 Tage hat” – jetzt als überarbeitete Neuausgabe

Seit Ende August 2014 ist die völlig überarbeitete Neuausgabe von “Wenn das Wochenende 7 Tage hat” überall im Handel erhältlich, beispielsweise auch bei Amazon – dort gibt es auch einen “Blick ins Buch“.

Die Erstausgabe erschien 2008 und eine Überarbeitung 2011. Verschiedene gesetzliche und wirtschaftliche Änderungen machten eine Aktualisierung erneut erforderlich. Erfreulicherweise hat sich das Buch seit seinem Erscheinen zu einem anerkannten Standardwerk zur Vorbereitung auf die Rente oder Pension entwickelt. Lesen Sie diesbezüglich auch die Rezensionen einiger Leser/innen, z. B. die von Marianne Schreiber (12. Sept. 2014):

“Ich habe dieses Buch verschenkt. Der Beschenkte und ein Mitleser fanden die Aufmachung, den Schreibstil und die Tips darin sehr gut. Dies ist kein 08-15 Buch sondern ein Buch MIT Inhalt.”

Vielen Dank an alle Leser/innen!

P.S.: Bei Amazon seit mehr als 2 Jahren ständig gerankt unter den den Top 20 im Bereich Sozialpolitik.

Ach so: Auch wenn Sie etwas gegen Amazon haben sollten – reinschauen können Sie ja mal. Ist schließlich noch kein Kauf. … Weitere Informationen (auch für den lokalen Buchhändler Ihres Vertrauens) finden Sie auf den “anderen Seiten” von 50PlusConsulting unter “Bücher”.

23. September 2014